Wahlen 2013

Die Alternative für Deutschland (AfD) sowie ihr Vorgänger Wahlalternative 2013 traten im Jahr 2013 bei folgenden Wahlen an (absteigende Reihenfolge):

  • Bundestagswahl am 22. September 2013. Mit 4,7% wurde der Einzug in den Bundestag knapp verfehlt. Es war, von den ersten Bundestagswahlen 1949 abgesehen, das drittbeste Ergebnis einer zuvor nicht im Bundestag vertretenen Partei, und das zweitbeste Ergebnis beim Erstantritt. Zum Vergleich: Der Gesamtdeutsche Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten zog beim Erstantritt 1953 mit 5.9% in den Bundestag ein (1957 verfehlte er den Wiedereinzug und verschwand daraufhin von der politischen Bühne). Die Grünen zogen 1983 mit 5,6% in den Bundestag ein, aber erst im zweiten Anlauf (beim Erstantritt 1980 waren es nur 1,5%), Die NPD verfehlte 1969 im zweiten Anlauf mit 4,3% den Einzug. Alle übrigen Nicht-Bundestags-Parteien blieben bisher stets unter 3%. Die PDS (die heutige LINKE) schaffte beim ersten Antritt 1990 bundesweit nur 2,4% (sie zog dank einer Sonderregelung trotzdem in den Bundestag ein). Auch vier Jahre später (1994, 4,4%),  und dann noch einmal 2002 (4,0%) holte die PDS bundesweit schlechtere Ergebnisse als die AfD 2013 (1994 holte sie allerdings 4 Direktmandate und blieb im Bundestag. 2002-05 war die PDS nur durch ihre beiden direkt gewählten Vertreterinnen im Bundestag vertreten). Alle genannten Parteien saßen übrigens zum Zeitpunkt ihres Erst- bzw. Rekordantritts bereits in Landesparlamenten. Siehe zur Bundestagswahl 2013 auch hier auf professorenpartei.de:
  • Landtagswahl in Hessen am 22. September 2013, zusammen mit der Bundestagswahl. Die AfD verfehlte mit 4,1% den Einzug in den Landtag. Das war bitter, insbesondere da die AfD bei den Bundestagswahlen am gleichen Tag in Hessen durchaus 5,6% geholt hatte.
  • Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar 2013. Die Generalprobe des AfD-Vorgängers Wahlalternative 2013. Diese trat nicht mit einer eigenen Liste an, sondern unterstützte die Freien Wähler. So kandidierte unter anderem der spätere AfD-Frontmann Bernd Lucke auf Platz 3 der Landesliste der Freien Wähler. Im Erfolgsfall hätte man die Zusammenarbeit dann bei der Bundestagswahl am 22.9.2013 wiederholt (da die FW bereits im bayrischen Landtag vertreten waren, hätte man sich das Gründen einer neuen Partei und das Sammeln von Unterstützungsunterschriften sparen können). Die Wahl verlief mit einem Ergebnis von 1,1 % jedoch enttäuschend, auch weil wohl viele Wähler gar nicht mitbekommen hatten, dass die Freien Wähler jetzt für Euro-Kritik stehen. Womit bei der Wahlalternative 2013 der Entschluss reifte, bis zu den Bundestagswahlen lieber doch eine eigene Partei in Rekordzeit aus dem Boden zu stampfen. Diese sollte dann mit 4,7% verdammt knapp scheitern, während die FW 1% holten (also zusammen hätte es gereicht – vorausgesetzt es wäre tatsächlich noch gelungen, die Freien Wähler tatsächlich als DIE neue Oppositionspartei im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Und ob das gelungen wäre, darf wohl zu Recht bezweifelt werden).
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