Sachsen: AfD-Liste zur Landtagswahl drastisch gekürzt

Die Nachricht schlug am 5. Juli 2019 ein wie eine Bombe: Der sächsische Landeswahlausschuss erklärte die AfD-Liste zur Landtagswahl am 1. September 2019 zum Großteil für ungültig. Die AfD, welche sich anschickte, zum ersten Mal in ihrer Geschichte aus einer Landtagswahl als stärkste Partei hervorzugehen, darf nun nur noch mit 18 statt 61 Kandidaten antreten. Schock bei der AfD und ihren Anhängern, Häme bei den Gegnern: Die angeblich so neunmalkluge Partei bekommt es nicht einmal hin, eine rechtskonforme Landesliste einzureichen. So trivial ist es allerdings nicht: Das Debakel hat eben auch etwas damit zu tun, dass bei der AfD nicht einfach vorher abgesprochene Listenkandidaten durchgewunken werden (siehe dazu auch unten den historischen Exkurs zu Hamburg). Praktisch jeder Listenplatz ist umkämpft. Und dann dauert es halt etwas länger, ein Wochenende reicht nicht (so zum Beispiel auch bei der Aufstellung der Liste zur Europawahl). Zur AfD-Folklore gehört es allerdings auch, dass hoffnungslos unterlegene Kandidaten oder andere Wichtigtuer nach getaner Listenaufstellung häufig nichts besseres zu tun haben, als Beschwerde beim zuständigen Wahlausschuss wegen angeblicher Benachteiligung einzureichen – teils mit den hanebüchensten Begründungen. Ob derartige Beschwerden aus der AfD hier eine Rolle spielten, ist nicht bekannt.

Aber schauen wir uns doch mal die Details an: Was ist passiert, und was bedeutet das jetzt praktisch?

Was hatte der Landeswahlausschuss genau entschieden?

Die Medieninformation der Landeswahlleiterin vom 5.7.19 besagt: Weiterlesen

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Sachsen 31.8.14: Erster Landtagseinzug der AfD

Der erste Landtagseinzug der Alternative für Deutschland ist geschafft. Bei der Landtagswahl in Sachsen am 31.8.14 erzielte die AfD mit Spitzenkandidatin Dr. Frauke Petry 9,7% der Stimmen und holte 14 Sitze. Das komplette Ergebnis sieht wie folgt aus:

  • CDU 39,41%, 59 Sitze. Veränderung zu 2009: -77.639 Stimmen, -0,81%Punkte
  • DIE LINKE 18,91%, 27 Sitze. Veränderung zu 2009: -6.0791 Stimmen, -1,70%Punkte
  • SPD 12,36%, 18 Sitze. Veränderung zu 2009: +15.109 Stimmen, +1,94%Punkte
  • AfD 9,74%, 14 Sitze. Veränderung zu 2009: +159.547 Stimmen, +9,74%Punkte
  • GRÜNE 5,73%, 8 Sitze. Veränderung zu 2009: -21.111 Stimmen, -0,66%Punkte
  • NPD 4,95%. Veränderung zu 2009: -19.774 Stimmen, -0,66%Punkte
  • FDP 3,78%. Veränderung zu 2009: -117.020 Stimmen, -6,17%Punkte
  • Sonstige 5,12%. Veränderung zu 2009: 5.064 Stimmen, 0,74%Punkte

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