Die Euro-Hasser, oder: Bild dir deine Meinung

Professorenpartei, Altherrenpartei, der AfD wurden schon so einige Begriffe angehängt. Jetzt hat die Zeitung mit den vier Buchstaben aber den ultimativen Kampfbegriff gefunden: Euro-Hasser.

Mit Professorenpartei können wir gut leben ;-). Altherrenpartei, nun ja, was soll man groß dazu sagen? Bilder sagt mehr als tausend Worte. Vor allem die Bilder der Bundestagskandidatinnen und Kandidaten von Schleswig-Holstein sollten doch überzeugen (und die anderen Landeslisten sind prinzipiell auch nicht schlecht, soweit Bilder veröffentlicht wurden).

Und nun Euro-Hasser. Im Grunde ist ja Euro-Gegner, auch gern gebraucht, schon grenzwertig  (denn prinzipiell hat die AfD nichts gegen Währungsverbünde wirtschaftlich etwa gleichstarker Staaten), Euro-Kritiker trifft es da sicher eher. Aber Euro-Gegner, und Euro-Kritiker sowieso, ist eben viel zu harmlos. Es muss schon Euro-Hasser sein um dem geneigten Leser schaudern zu lassen. Liebe Leser, wenn Sie an der Supermarkt-Kasse einen bejahrten Herrn sehen welcher sich angewidert abwendet wenn die Kassiererin das Wechselgeld rausgibt: Der Mann ist ein Euro-Hasser, und möglicherweise AfD-Mitglied. Und selbst wenn das nicht, mit hoher Wahrscheinlichkeit ist er zumindest Sympathisant. Und wer weiß was der sonst noch  so treibt. Die Medien wissen Schreckliches zu berichten: Fahnenschwenker schwenken Fahnen. Selbsterklärte Anhängerinnnen der AfD aus dem rechtsradikalen Milieu schreiben Emails. Und in der AfD-Bundesgeschäftsstelle ist ein Sack mit Papiermüll umgefallen in welchem möglicherweise eine Grußbotschaft der NPD steckte.

Aber wir wollen mal nicht zu sehr über die Medien meckern. Bei Stefan Raabs  „Absoluter Mehrheit“ durfte AfD-Spitzenmann Bernd Lucke immerhin schon mal 41,4% holen (Gewinner war Gregor Gysi mit 48,3%), vielleicht betreibt die Zeitung mit den vier Buchstaben jetzt nur „Wiedergutmachung“. Bilden Sie sich doch selber Ihre Meinung, am besten am nächsten AfD-Infostand. Auf zum Straßenwahlkampf!

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