Landeswahlversammlung NRW in Schmallenberg

Manchmal muss die Revolution vom Hochsauerland ausgehen. Am 4. und 5. Mai tagte im Städtchen Schmallenberg die Wahlversammlung des Landesverbandes NRW der Alternative für Deutschland, um die Kandidaten für die Bundestagswahl zu bestimmen. Die AfD sind nicht die Piraten. Also keine Vorauswahl von Kandidaten im Internet, kein Liquid Feedback, jeder Kandidat hatte das Recht, sich innerhalb von 10 min (inklusive Fragen) der Landesversammlung zu präsentieren. Am Vorabend der Veranstaltung summierte sich die Anzahl angekündigter Kandidaturen auf etwa 150, bei einer groben Überschlagsrechnung konnte einem angst und bange werden. Denn klar war: Am Abend des 5. Mai musste die Landesliste stehen, sonst würde es eng werden mit der Teilnahme der NRW-AfD an der Bundestagswahl. Nur mit viel Disziplin und Ausdauer ließ sich diese Mammutaufgabe bewältigen. Um es vorwegzunehmen: Die meisten angereisten Mitglieder brachten genau diese Eigenschaften auf, und das Werk gelang.
Auf Platz 1 landete unumstritten und ohne Gegenkandidaten – natürlich – ein Professor: Alexander Dilger von der Uni Münster, zuvor schon Sprecher der AfD NRW. Stärker umkämpft waren da schon die Plätze 2 und 3, hier bedurfte es jeweils einer Stichwahl. Gewinner waren Michael Balke aus Dortmund, Finanzrichter am Niedersächsischen Finanzgericht in Hannover, sowie Jörg Burger, Finanzkaufmann aus St. Augustin bei Bonn und zuvor schon Schatzmeister der AfD NRW. Und dann ging der Vorstellungsmarathon richtig los, denn die Plätze 4-10 wurden im Block mit einfacher Mehrheit gewählt. Wer ausreichend Geduld und Sitzfleisch hatte, konnte einen umfassenden Überblick gewinnen, wer so alles bei der AfD Mitglied ist Aber immerhin konnte am selben Abend noch gewählt werden, und gegen Mitternacht gab es das Ergebnis: Platz 4 für den Unternehmer Ulrich Wlecke aus Düsseldorf (dort aktiv als Ausschussmitglied im Rat der Stadt Düsseldorf für die Freien Wähler) und Platz 5 für den Offizier Hendrik Rottmann aus Köln. Die weiteren Platzierten siehe hier. Erwähnt sei nur noch dass sich die bestplatzierten Frauen auf den Plätzen 8 und 10 wiederfanden: Kerstin Garbracht als Düsseldorf, sie befasst sich mit der typischen Frauentätigkeit Kochen, speziell dem Stahlkochen. Und Melanie Hartung, Sozialpädagogin aus Alfter bei Bonn.
Am Sonntag fand der Marathon dann seine Fortsetzung, diesmal ging es um die (wieder im Block gewählten) Plätze 11-20 und 20-29. Allerdings dauerte die Vorstellung diesmal nicht so lange denn die meisten Kandidaten hatten sich ja schon am Abend zuvor im Kampf um die ersten 10 Plätze präsentiert. Am Sonntagnachmittag gab es dann genügend Zeit für einen interessanten finanzpolitischen Vortrag von Jobst Landgrebeund für andere Parteitagsthemen (insbesondere Beisitzerwahlen). Und ganz spät am Abend, die meisten Besucher waren schon gegangen, stand dann endlich auch das Ergebnis des letzen Wahlgangs um die Bundestagskandidatenliste ab Platz 31 fest (hier genügte das Erreichen eines 10%-Quorums der abgegebenen Stimmen). Die NRW-Liste steht, also auf in den Straßenwahlkampf!

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